Zookurator Fabian Schmidt beschreibt den Abschied von den beiden afrikanischen Elefanten «Rosy» und «Maya», die seit 27 Jahren im Basler Zoo lebten, als schwierig. Einige Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter verbrachten mehr Zeit mit ihnen als mit ihrer eigenen Familie.
Nun sind die Tiere nach Frankreich umgesiedelt worden: «Rosy» wird im Zoo Amnéville leben, während «Maya» in den Safaripark Peaugres zieht. Beiden Elefanten wurden zwei Betreuerinnen und Betreuer zur Seite gestellt, um ihnen Reise und Eingewöhnung zu erleichtern.
Laut Schmidt sind Elefanten soziale Wesen, die in natürlichen Herden leben und nicht als zusammengewürfelte Gruppen. «Rosy» und «Maya» verstanden sich jedoch nie besonders gut; ihre Streitereien verschärften sich nach dem Tod der Leitkuh «Heri» im vergangenen Juni sogar zu offenen Konflikten.
Die Ursache für die Spannungen könnte in ihrer Ankunftsgeschichte in Basel liegen: Während «Rosy» unter der Führung von «Ruaha» noch geschützt war, fand «Maya» nie ihren Platz in der Herde. Schmidt hofft nun auf ein besseres Zusammenleben für die Elefanten in Frankreich.
Der Basler Zoo musste sich bereits mehrmals von seinen Elefanten trennen. So starb der Elefantenbulle «Tusker», bekannt durch seine Balance-Kunststücke, 2023 an Tuberkulose. Die Leitkuh «Heri» erlag zwei Jahre später einer Fehlgeburt.
Seit dem Weggang von «Rosy» und «Maya» sind keine Elefanten mehr im Zoo Basel zu finden. Allerdings ist für Ende Mai die Ankunft neuer weiblicher Tiere geplant, deren genaue Anzahl noch nicht bekannt gegeben wurde.
In der Zwischenzeit nutzt der Zoo die Zeit zur Reparatur der Elefantenanlage, die währenddessen weiterhin öffentlich zugänglich bleibt.