Vereint mit Partnern wie Norwegen, haben die Briten ein russisches Angriffs-U-Boot sowie zwei Spionage-U-Boote über einen Monat hinweg kontinuierlich verfolgt und beobachtet. Verteidigungsminister Healey verkündete dies bei einer Pressekonferenz in Westminster. Die U-Boote, die sich nahe Unterseekabeln bewegten, haben sich mittlerweile zurückgezogen; die britische Operation ist abgeschlossen. Ziel war es, “jegliche böswillige Handlungen zu verhindern”, wie Healey erklärte. Ein Schiff der Royal Navy und ein Flugzeug der Royal Air Force überwachten die russischen U-Boote gemeinsam mit Verbündeten “rund um die Uhr”.
Healey betonte gegenüber Russland, dass jegliche Beschädigungen an Kabeln oder Pipelines nicht toleriert würden und schwerwiegende Konsequenzen nach sich ziehen würden. Zwischenfälle mit russischen U-Booten sind keine Seltenheit. Mit der sogenannten Schattenflotte versucht Russland zudem, Sanktionen im Zuge des Ukraine-Krieges zu umgehen; die Schiffe werden regelmäßig gestoppt und kontrolliert. Sie stehen auch unter Verdacht, Kabel absichtlich zu beschädigen.
Kremlsprecher Dmitri Peskow erklärte laut Interfax, Russland werde seine Interessen schützen, einschließlich des Einsatzes von Kriegsschiffen. Nach Ankündigungen aus Russland sollen Öltanker bei Gefahr einer Beschlagnahmung durch andere Staaten militärisch begleitet werden.
“In den letzten Monaten haben wir wiederholt Fälle von Piraterie in internationalen Gewässern beobachtet”, sagte Peskow, der darauf hinwies, dass diese Vorfälle russische wirtschaftliche Interessen beeinträchtigten. Diese Aussage folgte auf Berichte britischer Medien, die besagen, dass russische Marineeinheiten zwei Tanker vor der Küste Großbritanniens eskortierten.
SRF 4 News, 09.04.2026, 17 Uhr