Robin Frommelt, aus einer sportbegeisterten Familie stammend, widmete sich bereits in jungen Jahren dem Wintersport, insbesondere dem Langlauf. Schnell wurde dieser Sport zu seiner Leidenschaft und Berufung. Für den Nordic Club startete er viele Jahre auf Medaillenjagd, doch nun zieht er einen Schlussstrich.
Nur 23-jährig beschließt Frommelt, seine Karriere als Langläufer zu beenden – ein Schritt, der ihm lieber später hätte erwarten sollen. Rückenprobleme verhinderten in den letzten Jahren jedoch einen konstanten Trainingsaufbau und trieben ihn immer wieder zurück. “In den vergangenen zwei Jahren habe ich mit einem professionellen Team alles versucht, um die gesundheitlichen Herausforderungen zu überwinden”, erläutert Frommelt. “Trotz intensiver Reha-Maßnahmen konnte ich nicht regelmäßig trainieren, was im Langlaufsport entscheidend ist.” Nach den Olympischen Spielen zieht der Athlet eine Bilanz, die ihn vom Spitzensport abwendet: “Ich habe alles für den Sport gegeben, doch der Erfolg blieb aus. Ohne Energie und Motivation will ich nicht weitermachen. Ich weiß genau, was nötig ist, um im Langlauf erfolgreich zu sein, aber ohne einen gesunden Körper fehlt mir die langfristige Perspektive.”
Als Allrounder begonnen, fokussierte sich Frommelt zunehmend auf den Sprint und erreichte damit seine größten Erfolge. Als Olympionike vertrat er Liechtenstein weltweit im Langlaufsport, nahm an zahlreichen Junioren- und U23-Weltmeisterschaften teil, startete beim Europäischen Olympischen Winter-Jugendfestival 2019 sowie bei den Olympischen Jugend-Winterspielen 2020. Seinen größten Traum erfüllte er sich 2026 mit der Teilnahme an Olympia. Im Jahr 2023 qualifizierte er sich für die nordische Ski-WM der Elite und startete ab da im Weltcup. Auch bei Marathons wie dem Engadiner Skimarathon zeigte Frommelt seine Klasse auf höchstem Niveau. Am kommenden Wochenende wird er in Les Diableret zum letzten Mal zu einem Wettkampf an die Langlaufski schnallen.