An Ostern wird in der Schweiz reichlich mit Schokoladenfiguren, wie Häschen und Eiern, gefeiert. Diese sind vor allem bei Kindern als Geschenke beliebt. Allerdings stellt sich die Frage nach dem gesunden Anteil an Zucker für Kinder. Ernährungsberaterin Mona Werschler, auch bekannt als «Miss Broccoli», bestätigt eine gestiegene Sensibilisierung bei Eltern hinsichtlich der Ernährung ihrer Kinder. Sie betont jedoch, dass viele über versteckte Zuckergehalte in Lebensmitteln noch nicht gut informiert sind. Laut Aussagen von Migros und Coop zu Nau.ch hat sich die Nachfrage nach Schokoladenprodukten nicht verringert. Coop berichtet sogar einer erhöhten Nachfrage nach Spielzeug mit Osterbezug, weshalb das Sortiment entsprechend angepasst wurde. Zudem sind Produkte ohne Zuckerzusatz verfügbar. Lindt & Sprüngli hingegen bietet keine zuckerfreie Version ihres berühmten Goldhasen an, da der charakteristische Geschmack und die bewährte Rezeptur im Vordergrund stehen. Dennoch gibt es Schokoladentafeln ohne Zuckerzusatz aufgrund veränderter Verbraucherwünsche. Mona Werschler rät von einem hohen Zuckerkonsum, speziell für Kinder, ab: «Ich empfehle als Ernährungsberaterin generell gegen viel Zucker.» Kinder benötigten Energie aus komplexen Kohlenhydraten und Nährstoffen, anstatt nur schnelle Energie durch reine Zuckereier oder Schokoladenhasen. Sie warnt, dass solche Snacks zu Heisshunger auf mehr Süßes führen können. Kinder haben zudem mehr Geschmacksknospen als Erwachsene und brauchen es nicht so süß. Gewöhnen sie sich jedoch an viel Zucker, könnten sie immer mehr verlangen. Werschler sieht Ostern als Anlass für eine gelegentliche Ausnahme, solange der Alltag danach wieder normalisiert wird. Sie plädiert dafür, Verbote zu vermeiden und dass Kinder Schokolade in Maßen genießen dürfen. «Babys sollten keine Schokolade erhalten», betont sie. Für Kleinkinder bis zwei oder drei Jahre empfiehlt Werschler gesündere Alternativen anstelle von Schokolade. Eine Faustregel ist: «Eine Kinderhand voll Schokolade reicht aus.» Trotzdem kann es sinnvoll sein, gelegentlich eine kleine Ausnahme zu machen, da Verbote oft das Angebot interessanter machen und Kinder selbst lernen sollten, wann für sie genug ist.