Die Stimmung ist angespannt bei Demokraten und Republikanern, da die Finanzierung des Ministeriums für Innere Sicherheit aussteht. Fluggäste leiden unter langen Wartezeiten bei der Sicherheitskontrolle an einigen Flughäfen. SRF-Korrespondentin Andrea Christen berichtet über einen Shutdown, der zum falschen Zeitpunkt kommt.
Andrea Christen arbeitet als USA-Korrespondent für das Schweizer Radio SRF und war zuvor stellvertretender Redaktionsleiter von SRF 4 News sowie Auslandredaktor. Er ist seit 2010 bei SRF tätig.
In US-Medien sind Bilder langen Menschenschlangen an Flughäfen zu sehen, besonders in Knotenpunkten wie Atlanta oder New York. Zahlreiche TSA-Mitarbeiter fehlen aufgrund ausbleibender Gehaltszahlungen, was zu Engpässen führt.
Der finanzielle Stillstand hält nun auch während der Frühlingsferien an, einer Zeit hoher Reiseaktivität. Die Situation variiert je nach Tag, Zeit und Flughafen. Einige Flughäfen haben die Sicherheitsaufgaben privatisiert.
Präsident Trump ordnete am Wochenende den Einsatz von ICE-Beamten an Flughäfen an. Ihrer Meinung nach leisten sie jedoch wenig – eine spezielle Ausbildung für diese Aufgaben fehlt ihnen, während TSA-Mitarbeiter dafür geschult sind. Der Präsident hatte zunächst erklärt, dass ICE-Agenten papierlose Migranten direkt am Flughafen festnehmen sollen, was sich nicht bewahrheitet hat.
ICE ist aufgrund aggressiver Einsätze in Städten wie Chicago und Minneapolis umstritten. Ihr Auftritt an Flughäfen wird kritisch gesehen.
Trump versucht, ein umstrittenes Wahlgesetz durchzusetzen, das die Demokraten ablehnen. Mit dieser Strategie bringt er auch seine eigene Partei in Bedrängnis. Die Demokraten fordern strengere Regeln für ICE und den Grenzschutz.
Im Kongress sind sie in der Minderheit und versuchen, die Finanzierung des Ministeriums für Innere Sicherheit zu blockieren, um Änderungen bei diesen Behörden durchzusetzen. Nach Gesprächen mit Trump scheint eine Einigung über mehr Geld für das Ministerium möglich.
Die «Spring Break»-Saison in den USA beginnt – eine wichtige Reisezeit. Die Beeinträchtigungen der Bundesbehörden fallen nun verstärkt auf. Der Kongress plant, bald in die Pause zu gehen, was die Dringlichkeit einer Lösung unterstreicht.
Echo der Zeit, 24.03.2026, 18 Uhr