Alain Sutter von den Grasshoppers versucht durch den Rücktritt des Geschäftsführers und die Vertragsverlängerung mit Captain Amir Abrashi, die Stimmung zu verbessern. Beim FC Winterthur herrscht trotz einer schwierigen Saison ein anhaltender Optimismus, gestützt auf Zusammenhalt auf der Schützenwiese.
Für die wichtige Medienkonferenz vor dem Abstiegskampfsspiel gegen Winterthur wird GC-Trainer Gernot Messner von Sportchef Alain Sutter unterstützt. Nach zwei Niederlagen zu Beginn benötigt Messner die Unterstützung seines Chefs und Zeit, sich in der neuen Umgebung am Zürcher Schifflände umzusehen.
Sutter betont den Unmut aller Beteiligten und die Notwendigkeit, nach vorn zu blicken. Er verweist auf seine vierzigjährige Erfahrung im Geschäft, insbesondere hinsichtlich der Basics der Zweikämpfe sowie der Mentalität und Einstellung. Es bleibt unklar, ob die Spieler wirklich wissen, was sie in Winterthur erwartet.
Messner versucht, “in die Köpfe und an das Herz” seiner Spieler zu gelangen, wie im Spiel gegen Sion deutlich wurde, als er einen Französisch sprechenden Spieler durch Gesten und seinen Assistenten zur Übersetzung leiten musste. Obwohl Sutter Panik abstreitet, gibt es bei den Grasshoppers einiges an Unruhe.
Am Donnerstag verließ Geschäftsführer Christoph Urech überraschend GC, um Stabilität im Klub zu schaffen und sich wieder auf das sportliche Geschehen zu konzentrieren. Seit seiner Ankunft hatte er immer wieder für Aufruhr gesorgt, etwa durch Entlassungen, Verwechslungen bei der Marketingverantwortlichen oder die Vergabe von Produktionsaufträgen an mit ihm verbundene Firmen.
Von GC kam stets die Aussage, dass alles korrekt abgelaufen sei. Nach Urechs Abgang scheinen die Fans zumindest vorübergehend besänftigt zu sein, da sie ihre Plätze bei den letzten Spielen verlassen haben. Auf der Schützenwiese könnte die Mannschaft am Samstag Unterstützung brauchen.
Sutter nutzt die Medienkonferenz auch dazu, die Verlängerung mit Captain Amir Abrashi bekanntzugeben, um die Stimmung zu heben. Es bleibt jedoch unklar, ob Abrashi als Spieler oder in einer anderen Funktion weitermacht.
Seit dem Spiel gegen Sion im November hat GC nur 11 Punkte aus 18 Spielen geholt, während Winterthur mit einem Aufwärtstrend 13 Zähler erzielte und nun fünf Punkte vor GC liegt. Trainer Patrick Rahmen sieht Winterthur wieder auf Augenhöhe in der Liga. Er möchte diesen Trend nutzen, um dem Abstieg zu entkommen.
Winterthur steht seit der dritten Runde am Tabellenende und hat es geschafft, auch in schwierigen Zeiten ruhig zu bleiben, was sich darin zeigt, dass im Winter nur ein neuer Spieler verpflichtet wurde. Im Gegensatz dazu hat GC mit großem Budget viele neue Spieler geholt.
Rahmen spricht von der Realität des FC Winterthur, die durch einen kleinen Etat und großen Zusammenhalt geprägt ist. Er betont, dass klare Pläne und konzentrierte sowie leidenschaftliche Herzen am Samstag entscheidend sind. Trotzdem räumt er ein, dass im Kader Spieler mit Erfahrung sind.
Während Winterthur nach einer schwierigen Phase auf Besserung hofft, bemühen sich die Grasshoppers um Stabilität und versuchen, eine Verschlechterung zu verhindern.