Der FC Winterthur musste eine enttäuschende Heimniederlage von 0:2 gegen die Grasshoppers einstecken, was zu einem Rückstand von acht Punkten auf den Barrageplatz führte (sda). Vor dem Match zwischen dem Tabellenschlusslicht und dem -zweitletzten wurde viel über dessen potenzielle Bedeutung spekuliert. Viele sahen es nicht nur als Kantonsderby, sondern auch als existentiell: Ein Sieg der Grasshoppers hätte den Abstieg von Winterthur besiegelt, während ein Erfolg des FCW die Abstiegsgefahr für GC verstärkt hätte.
Unter diesen Vorzeichen überrascht es nicht, dass beide Teams nicht auf Offensivspektakel setzten; Sicherheit stand bei den kämpferischen Mannschaften im Vordergrund. Die Grasshoppers vertrauten dabei auch auf einen Spieler mit besonderem Potenzial: Jonathan Asp Jensen von Bayern München, der die Nummer 10 trägt.
In einer eher durchwachsenen Saison für den Rekordmeister konnte der 20-jährige Däne immer wieder Akzente setzen. Dies tat er auch auf der Schützenwiese mit einem Tor in der 18. Minute: Nach einer Körpertäuschung schoss er einen präzisen Fernschuss, der Winterthurs Torwart Stefanos Kapino überwand.
Obwohl Winterthur durch ihren Top-Torschützen Hunziker in der 25. Minute den Ausgleich zu erzielen schien, wurde dieser Treffer wegen eines Foulspiels von Schiedsrichter Urs Schnyder nicht anerkannt.
Die Partie entwickelte sich zu einem kampfbetonten Spiel mit wenigen spielerischen Höhepunkten. Trotzdem sorgte Stefanos Kapino kurz vor Schluss für Hoffnung bei den Winterthurern, indem er einen Elfmeter von Michael Frey hielt und zehn Minuten Nachspielzeit anzeigte – bis Frey in der 101. Minute mit einem eleganten Lupfer traf und somit die Entscheidung zugunsten der Grasshoppers herbeiführte.