Die Art Basel, die renommierteste Kunstmesse weltweit, steht vor Herausforderungen durch den Krieg im Iran. Sie findet vom 18. bis 21. Juni statt und hat 290 Galerien aus 43 Nationen angemeldet. Doch der Konflikt könnte besonders zahlungskräftige Besucher aus den USA und dem Nahen Osten von einem Besuch abhalten.
Im vergangenen Jahr verzeichnete die Messe einen Rückgang der Besucherzahlen um drei Prozent auf 88.000, beeinflusst durch den damaligen US-Zollstreit. Dieses Jahr drohen zusätzlich der schwache Dollar und die teureren Reisen nach Europa für Amerikaner die Teilnahme zu dämpfen.
Nach einem Wachstum des Kunstmarktes im Jahr 2025, in dem sich die Verkäufe um vier Prozent auf 59,6 Milliarden Dollar erhöhten, schwebt nun Unsicherheit über der Branche. Die US-Markterlöse stiegen dabei um fünf Prozent auf 26 Milliarden Dollar, während in der Schweiz ein Wachstum von 13 Prozent verzeichnet wurde.
Die Art Basel Qatar Anfang Februar zog trotz des Konflikts über 17.000 Besucher an, darunter den Emir von Katar. Mit 87 Galerien aus 31 Ländern überschritt die Messe ihre Erwartungen und zeigte ein positives Geschäftsergebnis.
Die Golfregion hat sich durch starkes Wirtschaftswachstum zu einem bedeutenden Kunstmarkt entwickelt, geprägt von Museen und privaten Sammlern. Die Art Basel verfügt bereits über Ableger in Miami, Paris und Hongkong. In Hongkong erwartet man trotz des Iran-Kriegs nur begrenzte Auswirkungen auf das Besucheraufkommen.
Die Planung für die nächste Art Basel Qatar ist unsicher, da sie ursprünglich für Ende Januar geplant war und von der sich entspannenden Sicherheitslage abhängt. Die MCH-Gruppe, Betreiberin der Art Basel, verzeichnete im letzten Jahr einen leichten Umsatzrückgang auf 430 Millionen Franken, konnte jedoch durch Kostensenkungen den Gewinn erheblich steigern und nach Jahren der Verluste wieder schwarze Zahlen schreiben.
Trotz struktureller Marktveränderungen und leerstehender Ausstellungshallen in Basel ist die Art Basel eine der wenigen Veranstaltungen mit regem Betrieb. Ab 2028 soll ein neues Großereignis im Spätsommer stattfinden, dessen Details noch nicht bekannt sind. Ein neu gegründetes Joint Venture zwischen MCH und Lupa Systems wird für diese Veranstaltung verantwortlich sein, an der auch James Murdoch beteiligt ist.