Konstantin Kreibich berichtet, dass ein Vermieter aus Luzern auf schockierende Zustände in seiner vermieteten Wohnung stieß. Eine Räumung und umfassende Sanierung waren unvermeidlich, wodurch er einen Schaden von mehreren hunderttausend Franken hinnehmen musste.
Der Eigentümer schilderte gegenüber «20 Minuten», dass die Misshandlung seiner 3,5-Zimmer-Wohnung ans Licht kam, als der Hauswart in Treppenhaus Parasiten und starken Gestank bemerkte. Die Vermutung lag nahe, es könnte sich eine verendete Person in der Wohnung befinden. Daraufhin kontaktierte er die Polizei, um zusammen mit den Einsatzkräften Zugang zu den Räumen zu erhalten.
Bei seiner Ankunft wurden dem Vermieter Müllberge und ein stark verschmutzter Boden präsentiert, begleitet von Zigarettenstummeln in jedem Raum. Vogelnester waren ebenfalls vorhanden. Der 45-jährige Mieter hatte die Wohnung innerhalb von vier Jahren vollständig verwahrlosen lassen.
Trotz der offensichtlichen Verwahrlosung gab es während seiner Mietdauer keine Beschwerden aus der Nachbarschaft, und die Mietzahlungen erfolgten stets pünktlich. Der Mieter zog ohne Beanstandungen aus, wohnte nun in einem Hotel in Horw zu einem Pauschalpreis.
Für den Vermieter begann daraufhin eine teure Renovierung, da die Wohnung vollständig erneuert werden musste – Kosten über 100’000 Franken. Obwohl eine Schadensversicherung bestand, wurde die Zahlung abgelehnt mit der Begründung, dass die Schäden nicht plötzlich aufgetreten seien. Fünf Monate ohne Mieteinnahmen folgten. Aktuell ist die Wohnung wieder vermietbar.
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