Die Katholische Kirchgemeinde in Risch hat ambitionierte Pläne für einen neuen Stadtteil am Kirchhügel vorgestellt. Was einst nur als Pfarreizentrum konzipiert wurde, soll sich zu einem umfassenderen Ensemble entwickeln. Dazu gehören Wohnungen und ein öffentlich zugänglicher Park in Rotkreuz. Das Projekt trägt den Namen “Chilepark und Zentrum Chilepark”.
Im Mittelpunkt steht der geplante Grünraum, der zwischen Kirchenstrasse und Kirchweg entstehen soll. Der Park bietet barrierefreie Wege, Sitzmöglichkeiten und Bepflanzung und ist für alle Einwohnerinnen von Risch zugänglich. Der Hügel wird somit nicht nur eine religiöse Rolle spielen, sondern auch als Ort für Erholung dienen.
Flexibilität steht im Vordergrund des neuen Pfarreizentrums mit einem großen Saal für bis zu 164 Personen sowie Gruppenräumen und einem Jugendraum. Diese Räume sollen nicht nur kirchlichen Zwecken dienen, sondern auch von Vereinen und anderen Gruppen genutzt werden.
Ein benachbartes Wohngebäude mit 18 barrierefreien Wohnungen wird ebenfalls realisiert. Ursprünglich waren hierfür 16 Einheiten geplant, ergänzt durch einen Gemeinschaftsraum und eine Fläche für Gewerbe oder Dienstleistungen im Erdgeschoss. Der Bau umfasst energieeffiziente Technologien wie Photovoltaik, Erdsonden und Wärmerückgewinnung.
Geplant ist zudem eine Tiefgarage mit 30 Stellplätzen. Die Kosten des Projekts belaufen sich auf rund 22 Millionen Franken. Finanzierung erfolgt über Eigen- und Fremdkapital sowie Einnahmen aus der Vermietung von Wohnungen und Parkplätzen.
Eine definitive Entscheidung steht noch aus: Im September 2026 soll die Kirchgemeinde über den Baukredit abstimmen. Bei einem positiven Ausgang könnte das Baugesuch Ende desselben Jahres eingereicht werden. Der Zeitplan sieht vor, dass die neuen Gebäude spätestens 2028 oder 2029 bezogen werden können.