Tottenham Hotspur steht vor dem drohenden Abstieg in die zweite Liga, was seit 49 Jahren nicht mehr vorgekommen ist. Die Lage wurde durch die Ernennung von Roberto De Zerbi als Cheftrainer weiter verschärft. Dies führte zu Protesten der Fans, da sich De Zerbi ungeschickt zu einem Vorfall um Mason Greenwood geäußert hatte, der in Großbritannien wegen versuchter Vergewaltigung angeklagt wurde.
Im März 2023 wurde De Zerbi bei Tottenham angestellt, nachdem sein Vorgänger Igor Tudor aufgrund mangelnder Erfolge entlassen worden war. Die Fans, die sich bereits gegen die Verhandlungen mit De Zerbi ausgesprochen hatten, starteten eine Kampagne unter dem Motto „No to De Zerbi“. Sie kritisierten seinen Umgang mit Greenwood während dessen Zeit bei Olympique Marseille.
Greenwood war zuvor von Manchester United entlassen worden und hatte sich später Getafe angeschlossen. Trotz der Einstellung des Verfahrens gegen ihn, blieb sein Ruf beschädigt. De Zerbi verteidigte Greenwood öffentlich als „guten Kerl“, was bei den Fans auf Missfallen stieß.
Die Spurs, einer der wohlhabendsten Fußballklubs weltweit, betonen hohe moralische Standards und Werte. Sie versicherten, die Bedenken bezüglich De Zerbi thematisiert zu haben. Der Trainer entschuldigte sich in einem Interview auf Italienisch bei den Fans. Er betonte jedoch nicht seine konkreten Aussagen zu Greenwood.
Trotz der Proteste verpflichtete Tottenham De Zerbi mit einem Fünfjahresvertrag bis 2031, ohne Ausstiegsklausel. Der Klub hofft auf einen Trainer wie Mauricio Pochettino, der den Verein einst zu Erfolg führte. De Zerbi, bekannt für seinen attraktiven Spielstil und seine Kenntnis der englischen Liga durch Brighton & Hove Albion, wird am Sonntag sein Debüt bei Sunderland AFC geben.
Einige Fans, darunter eine Mitgründerin von „Women of The Lane“, kündigten an, das Stadion vorübergehend zu meiden.