Der Konflikt im Iran hat Auswirkungen auf Reiseziele, die bisher als sicher galten. Dennoch lassen sich einige Schweizer davon nicht abschrecken, ihre Ferien in beliebte Destinationen wie Dubai oder Doha zu verschieben, statt sie abzusagen.
Die angespannte Lage im Nahen Osten beeinflusst die Reiseentscheidungen vieler Schweizerinnen und Schweizer. Die Attraktivität von Orten wie Dubai, Doha oder Abu Dhabi nimmt ab. Doch trotz der Raketenangriffe lassen sich einige Touristen nicht davon abhalten, in diese Region zu reisen.
Wie Tui gegenüber Nau.ch erklärte, verschieben Reisende ihre geplanten Ferien in die Golfregion häufig auf den Herbst. Andere wählen alternative Ziele wie die Kanaren oder die Karibik.
Trotz der Unsicherheiten bleibt die Lust zu reisen ungebrochen, betont Tui. «Die Nachfrage verschiebt sich üblicherweise zu anderen Reisezielen», so das Unternehmen.
Nach Angaben der Dertour-Gruppe, zu der auch Kuoni und Hotelplan gehören, sind momentan Ziele im westlichen Mittelmeer wie Italien, Spanien und Frankreich besonders gefragt. Auch Fernreisen bleiben beliebt; die Dominikanische Republik und Mauritius zählen weiterhin zu den Favoriten.
Ein Trend hin zu ‚Coolcations‘ in Nordeuropa ist ebenfalls erkennbar. Statt der Hitze wählen Gäste bewusst kühlere Ferienorte, wie Globetrotter bestätigt. Beliebt sind auch südliches Afrika, Japan, Tansania oder die Kapverden.
Das Urlaubs-Buchungsverhalten von Schweizern zeigt unterschiedliche Muster: Während Dertour ein «vorsichtigeres und kurzfristiges Buchungsverhalten» feststellt, beobachtet Globetrotter, dass Kunden weiterhin mit viel Vorlauf buchen.
Tuiblickt optimistisch in die Zukunft: «Wenn sich die Lage stabilisiert, kehrt das Vertrauen zurück. Wir sehen bereits positive Anzeichen für den Frühling und Sommer.»
Alle Reiseanbieter einig ist man sich über den gestiegenen Informationsbedarf aufgrund der unsicheren Lage. Dertour spricht von einem «erhöhten Beratungs- und Koordinationsaufwand», da viele Fragen zu Flugverbindungen oder bestehenden Buchungen auftreten.
Auch Globetrotter bemerkt, dass sich Kunden genau informieren wollen: «Unsere Kundinnen und Kunden wenden sich an unsere Berater.»
Tui beobachtet ebenfalls einen erhöhten Informationsbedarf bei Gästen vor Buchungsentscheidungen.