Der nun um den Verbleib im offenen Meer bemühte 12 bis 15 Meter lange Wal muss, laut Meeresbiologe Marc Lehmann, die Nordsee erreichen. Der Biologe hatte das Tier am Vortag besucht und versucht, es durch eine Rinne zu leiten. Lehmann mahnte jedoch: Die Freiheit vom Sand sei nur ein Zwischenschritt; vollständige Sicherheit erhalte der Wal erst im Atlantik.
Diese mehrtägige Rettungsaktion mit Baggern und Tauchern endete erfolgreich. Der Buckelwal wurde am Montagmorgen auf einer Sandbank gefunden. Verschiedene Methoden wurden angewandt, um das Tier zu befreien; ein kleiner Saugbagger scheiterte am Dienstag. Am Donnerstag gelang es mit einem Schwimmbagger, eine Rinne auszuheben.
Mit jedem Meter kämpfte sich der Wal durch die Rinne und erhielt schließlich Unterstützung von einem größeren Bagger, nachdem ein Damm aufgeschüttet wurde. Der aktivere Zustand des Wals im Vergleich zu den vorherigen Tagen motivierte die Rettungsteams, es mit Geräuschen wie Hupen und Trommeln zu animieren; der Wal selbst brummte ebenfalls lautstark. Als Sven Partheil-Böhnke, Bürgermeister von Timmendorfer Strand, verkündete, dass nur noch wenige Meter bis zum tiefen Wasser fehlten, musste die Aktion wegen Dunkelheit abgebrochen werden.
SRF 4 News berichteten am 23. März 2026 um 13 Uhr über dieses dramatische Ereignis. (sda/apa/dpa/schp;hues)