Der bekannte Hersteller des iPhones verdient paradoxerweise erheblich mit künstlicher Intelligenz, obwohl er im Gegensatz zu seinen Konkurrenten kaum in diese Technologie investiert. Viele sind sich unsicher, wie KI die Geschäftsmodelle von Software-Firmen beeinflussen könnte. Aktien von einstigen Börsenstars wie Adobe, MongoDB, Salesforce oder Snowflake sind seit Monaten rückläufig.
Könnte KI den Software-Unternehmen tatsächlich so stark schaden? Ist es möglich, dass diese ihre Produkte durch KI verbessern können? Sollte der Rückgang dieser Aktien als Kaufgelegenheit gesehen werden, oder ist das Risiko zu groß? Die Antworten sind schwer zu finden. Doch eine Frage kann ich heute beantworten: Welches Technologieunternehmen könnte neben Nvidia am meisten von KI profitieren? Meiner Ansicht nach ist es Apple.
Diese Annahme mag überraschen, da Unternehmen wie Amazon, Meta, Microsoft oder Google massiv in KI investieren, während Apple relativ passiv bleibt. Siri von Apple wirkt im Vergleich zu den ausgefeilten Chatbots der Konkurrenten naiv.
Jedoch könnten die Milliarden, die Apples Rivalen in KI stecken, sich bald als weniger wertvoll herausstellen. Heute gibt es bereits zahlreiche leistungsfähige Sprachmodelle, und diese Zahl wird weiter wachsen. Das große Feld an Konkurrenten könnte es sehr schwierig machen, mit diesen energieintensiven Systemen Profit zu erzielen. Effizientere KI-Systeme könnten bald entstehen, die deutlich geringere Unterhaltungskosten verursachen.
Apple verdient bereits viel Geld durch KI-Angebote seiner Konkurrenten, ohne selbst signifikant in deren Entwicklung investieren zu müssen. Laut einem Bericht im “Wall Street Journal” soll Apple dieses Jahr allein durch die Nutzung von KI-Apps auf seinen Geräten etwa 1 Milliarde Dollar einnehmen.
Interessanterweise zeigt sich bei der Verbreitung von Openclaw ein auffälliges Muster: Die meisten Nutzer dieser kostenlosen Software für KI-Agenten installieren sie auf dem brandneuen Mac mini. Da die KI-Agenten weitgehend die Kontrolle über den Computer übernehmen, wäre es riskant, sie auf einem allgemein genutzten Gerät zu betreiben.
Experten sind überzeugt, dass die Zukunft bei KI-Modellen liegen könnte, die zwar nicht ganz so leistungsstark wie die Spitzenmodelle in der Cloud sind, dafür aber einfach auf dem eigenen Computer installiert werden können, um Datenlecks zu vermeiden. Die heutigen cloud-basierten Systeme gelten oft als ein Datenschutz-Albtraum. Eine naheliegende Alternative zur Wahrung der Privatsphäre könnte daher die Verwendung eines Apple-Computers oder iPhones sein.