Bereits eine Woche vor den Osterfeiertagen war der Verkehr am Freitagmittag vor dem Nordportal des Gotthards auf über zehn Kilometer angestiegen. Reisende mussten sich auf Wartezeiten von einer Stunde und 40 Minuten einstellen, wie es vom TCS Schweiz auf der Plattform X gemeldet wurde.
Das Bundesamt für Strassen (Astra) hatte bereits am Dienstag vor langen Verzögerungen bei Fahrten in den Süden gewarnt. Um die Situation zu entschärfen, wird während der Feiertage der einspurige Abschnitt auf der A9-Simplonpassstrecke bei Casermetta gesperrt. Dadurch soll sichergestellt werden, dass der Verkehr ohne baubedingte Störungen fließen kann. Am Lötschberg wird die Autoverladestation durch zusätzliche Zugfahrten während der Ostertage verstärkt betrieben, und auch die SBB erweitern ihr Angebot für diese stark frequentierten Tage.
Der Osterstau am Gotthard ist ein jährliches Phänomen. Den Rekord hält das Jahr 1998, als ein Wintereinbruch an Ostern zu einem Stau von 25 Kilometern führte. Auf dem zweiten Platz steht der Karfreitag des Jahres 2022 mit einer Staulänge von 22 Kilometern.