Die herannahende Kaltfront verspricht stürmische Verhältnisse mit Schnee, selbst im Flachland. Bereits am Mittwochabend könnte es schneien, und ab Donnerstag ziehen die Temperaturen rasch auf bis zu null Grad zurück, wobei sie in den Nächten von Freitag und Samstag lokal sogar auf minus sechs Grad fallen könnten.
Was ist mit den neu gepflanzten Blumen, Sträuchern und Bäumchen zu tun? Andreas Fässler, der Verkaufsleiter bei Wyss Gartencenter, beruhigt ein wenig: Die meisten Frühlingspflanzen wie Narzissen oder Tulpen sind gegen den Frost resistent. Ebenso halten mediterrane Kräuter wie Thymian, Rosmarin und Salbei einem kurzen Kälteeinbruch stand.
Das größte Problem ist kosmetischer Natur: Blütenreiche Pflanzen sollten geschützt werden, da die Blüten trotz unbeschädigter Pflanze durch den Frost Schaden nehmen können. Betroffen sind besonders frühblühende Obstbäume wie Aprikosen-, Pfirsich- oder Nektarinenbäume sowie Zierkirschen und Magnolien. Je stärker der Frost, desto schlechter sehen die Blüten danach aus. Auch stark austreibende Pflanzen könnten Schaden nehmen.
Fässler empfiehlt, solche Pflanzen mit Vlies abzudecken oder natürliche Schafwollmatten zu verwenden. Diese können nach längerem Gebrauch entsorgt werden. Einige Gartenfreunde hätten bereits Oleander oder Olivenbäume nach draußen gestellt; diese vertragen leichten Frost, solange sie nicht blühen oder stark austreiben. Für mehr Sicherheit könnten diese Pflanzen jedoch ins Haus gebracht werden.
Die weissen Blüten der Apfelbäume sind noch von den Nachwirkungen des Winters unberührt, da die meisten Bäume noch nicht zu blühen begonnen haben. Ein Kälteeinbruch Ende April wäre deutlich problematischer, betont Fässler, da dies auch wärmeliebende Pflanzen wie Tomaten und Kürbisse beeinträchtigen würde.
Jürg Ackermann von SRF Meteo erklärt, dass ein solch winterlicher April durchaus normal sei. In einem typischen März sinkt die Temperatur im Flachland an jedem zweiten bis dritten Tag unter null Grad, und der April bringt durchschnittlich drei bis sechs Frosttage mit sich. Unüblich ist jedoch das sehr frühe Wärmestadium Ende Februar, welches ohne wäre, den Pflanzen mehr Schutz geboten hätte.
Weitere Informationen zu diesem Thema gibt es heute Abend um 19:30 Uhr in der “Tagesschau” auf SRF 1.